Das Herbstfest der Fritz-Philippi-Schule zog an die zweieinhalbtausend Besucher an

Etwa alle drei Jahre findet es statt. Und nachdem es am Samstag zum fünften Male über die Bühne ging, hat das Herbstfest der Breitscheider Fritz-Philippi-Schule schon einen gewissen Kult-Status. Die Besucher wissen, dass sie hier ein vielfältiges Programm geboten bekommen. Zudem spiegelt sich an diesem Tag die enge Zusammenarbeit der Schule mit den vielen Aktiven in der Gemeinde wider. Und weil das Wetter auch mitspielte, konnte es  nur zu einem vollen Erfolg werden. Etwa 2500 Besucher, so schätzen die Organisatoren, fanden sich zwischen elf und sechzehn Uhr auf dem Gelände ein. Denen wurde es keine Minute langweilig. Die Klassen und ihre Lehrer hatten sich vielerlei einfallen lassen, von kleinen Ausstellungen bis zu allerlei Produkten mit herbstlichem Flair, die zum Verkauf angeboten wurden. Erlöse erzielen zu wollen, daraus machte die Schule gar keinen Hehl, und das keineswegs nur aus Egoismus: Die Hälfte des eingenommenen Geldes soll den Hungernden in Somalia zufließen. Denn auch das hat Tradition an dieser Schule: Dass Schüler wie Lehrer aktiv werden , wenn Hilfe irgendwo auf dieser Welt nötig ist. Am meisten ins Auge fiel von Anfang an das Lebend-Kicker-Turnier, das eine große Fläche auf dem Schulhof einnahm. Fast alle Klassen der Grund-, Haupt- und Realschule nahmen daran teil. Aufgebaut hatte es die örtliche Freiwillige Feuerwehr, und die hatte das Spielfeld von der Kreisjugendfeuerwehr ausgeliehen. Unmittelbar daneben zogen die Florianer die Blicke auf sich, als sie am Mittag zu einer Übung ansetzten, ein verletztes Unfallopfer aus einem Auto zu befreien. Doch die geriet unvermittelt zum Ernstfall: ein kleines Kind war aus unerklärlichen Gründen kollabiert, um das sie sich sofort kümmerten. Mit Erfolg: als etwas später der Notarztwagen kam, war es schon wieder fast auf den Beinen. Die Sanitäter nahmen es nur zum Beobachten mit. Auch ansonsten wurde dem Auge viel geboten. Helmut Nix und Karl-Heinz Tritschler vom NABU hatten in einem Klassenraum  eine Waldausstellung aufgebaut. Daneben standen dörfliche Traditionen im Mittelpunkt. Christa Ernst und Inge Wagner, Mutter und Tochter aus Schönbach, waren am Spinnen und am Klöppeln. Der Hörbacher Imker Gerhard Rompf hatte einen seiner Bienenstöcke und allerlei Informatives zu diesem Thema mitgebracht. Heiko Thielmann zeigte seinen N-Spur-Nachbau vom Breitscheider Bahnhof. Gleich bei zwei Schmieden glühten die Feuer.  Sowohl Anton Schüller als auch  die Ausbilder Michael Schöw und Ansgar Küchle von der Fuhrländer AG ließen Hammer und Amboss ertönen. Ihr Kollege Bernhardt Riedel informierte derweil über die Ausbildungsangebote dieses Windkraftanlagenbauers, genau  wie nebenan Robin Jannsen von der Driedorfer Selzer GmbH. Bei ihm konnten die Kinder zudem mit Schlagzahlstempeln kleine metallene Herzchen und andere Gegenstände prägen. Knapp 150 Meter entfernt, im Haus der örtlichen Freien Evangelischen Gemeinde,  war während des ganzen Samstags die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“ geöffnet, wie auch schon in den Tagen zuvor.

Vor allem für das leibliche Wohl sorgten die Landfrauen, die SSG Breitscheid und der CVJM Medenbach, die dabei mit dem Elternbeirat und dem Förderverein der Fritz-Philippi-Schule sowie einzelnen Klassen zusammenarbeiteten. In der Aula sorgten Helene, Ellen und Felix Löwen und Cornelia Fast mit Klavier und Gesang und später die Schulband sowie die Gruppe „Lautlos“ für musikalische  Klänge. Auf dem Schulhof gab es mehrfach tänzerische Einlagen durch die Jumpstyle-AG (ergänzt durch 4 Kolleginnen) und der Klasse 3a mit einem der Jahreszeit entsprechenden „Hummelflug“, einstudiert von Tamara Bechtum.  „Prominenteste“ Besucher dieses Tages waren neben Bürgermeister Roland Lay Schulamtsdirekt Dr Michael Jung und Landrat Wolfgang Schuster.